Die mitgeführte Schreckschusspistole

Beim Mit­füh­ren einer Schreck­schuss, Reiz­stoff- und Signal­pis­to­le ohne jede waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis liegt ein straf­ba­rer Ver­stoß gegen § 52 Abs. 3 Nr. 2a WaffG vor1.

Die mitgeführte Schreckschusspistole

Dies gilt jeden­falls dann, wenn es sich bei der mit­ge­führ­ten Schreck­schuss, Reiz­stoff- und Signal­pis­to­le nicht um eine der in § 52 Abs. 1 Nr. 1 (frü­he­re Kriegs­waf­fen) oder Nr. 2b (halb­au­to­ma­ti­sche Kurz­waf­fe zum Ver­schie­ßen von Patro­nen­mu­ni­ti­on) WaffG genann­ten Waf­fen han­delt, son­dern um einen den Schuss­waf­fen gleich­ste­hen­den trag­ba­ren Gegen­stand gemäß Anla­ge 1 Abschnitt 1 Unter­ab­schnitt 1 Nr. 1.2.1 zu § 1 Abs. 4 WaffG (vgl. Abschnitt 2, Aus­füh­run­gen zu Anla­ge 1 Abschnitt 1 Unter­ab­schnitt 1 Num­mer 1.2.1 WaffV­wV), der nach § 2 Abs. 2 WaffG i.V.m. Anla­ge 2 Abschnitt 2 Unter­ab­schnitt 1 und Unter­ab­schnitt 3 Nr. 2.1 nur mit einem sog. Klei­nen Waf­fen­schein geführt wer­den darf.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Juli 2015 — 4 StR 24715

  1. vgl. Hein­rich in: Münch­Komm-StGB 2. Aufl., § 52 WaffG Rn. 55 []