Die Paintball-Halle und das Baurecht

Der Errich­tung einer Paint­ball-Hal­le ste­hen kei­ne bau­recht­lich Beden­ken gegen­über.

Die Paintball-Halle und das Baurecht

Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen die Bau­ge­neh­mi­gungs­be­schei­de der Stadt Mecher­nich für die Errich­tung und den Betrieb einer Paint­ball-Anla­ge in einem Gewer­be­ge­biet in Mecher­nich-Ober­gart­zem als recht­mä­ßig bestä­tigt.

In dem vom Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen ent­schie­de­nen Ver­fah­ren hat­te ein ca. 200 Meter von der Paint­ball-Anla­ge ent­fernt leben­der Nach­bar geklagt, weil er sich — auch unter Berück­sich­ti­gung von im lau­fen­den Kla­ge­ver­fah­ren errich­te­ten Schall­schutz­wän­den — durch die Schieß­ge­räu­sche uner­träg­lich beläs­tigt sah. Das Gericht hat unter Her­an­zie­hung von Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten ent­schie­den, dass die Geräuschim­mis­sio­nen der Paint­ball-Anla­ge kei­ne unzu­mut­ba­ren Aus­ma­ße erreich­ten.

Zwar sei nicht aus­zu­schlie­ßen, dass man auf dem klä­ge­ri­schen Grund­stück Geräu­sche von der Anla­ge ver­neh­men kön­ne. Der Klä­ger habe jedoch kei­nen Anspruch dar­auf, vor jeder Wahr­nehm­bar­keit der Anla­ge geschützt zu sein. Der Anla­gen­be­trei­ber kön­ne sich inso­weit auf sei­ne grund­recht­lich geschütz­te all­ge­mei­ne Hand­lungs­frei­heit beru­fen; das Paint­ball­spiel sei kein gegen die Men­schen­wür­de ver­sto­ßen­des Tötungs­spiel.

Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen, Urteil vom 10. Mai 2011 — 3 K 119009