Gesetzesentwurf zum Nationalen Waffenregister

Die Bun­des­re­gie­rung hat den vom Bun­des­mi­nis­ter des Innern vor­ge­leg­ten Ent­wurf eines Geset­zes zur Errich­tung des Natio­na­len Waf­fen­re­gis­ters in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht.

Gesetzesentwurf zum Nationalen Waffenregister

Hin­ter­grund des Waf­fen­re­gis­ters ist die Ver­pflich­tung aller Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on, bis spä­tes­tens zum 31. Dezem­ber 2014 ein com­pu­ter­ge­stütz­tes Waf­fen­re­gis­ter ein­zu­füh­ren. Mit § 43a WaffG wur­den die Vor­ga­ben der EU in natio­na­les Recht umge­setzt. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ist hier­bei über die Min­dest­vor­ga­ben der EU-Waf­fen­richt­li­nie hin­aus­ge­gan­gen. In zeit­li­cher Hin­sicht ist das Waf­fen­re­gis­ter frü­her, näm­lich bereits bis zum 31. Dezem­ber 2012 zu errich­ten.

Das Errich­tungs­ge­setz schafft als bereichs­spe­zi­fi­sche Rechts­grund­la­ge die not­wen­di­ge Rege­lun­gen zur Über­mitt­lung der bei den ört­li­chen Waf­fen­be­hör­den bereits vor­han­de­nen Daten an die Regis­ter­be­hör­de und regelt zudem die Vor­aus­set­zun­gen für abfra­gen­de Zugrif­fe.

Das Natio­na­le Waf­fen­re­gis­ter wird auch als Steue­rungs­pro­jekt des IT-Pla­nungs­ra­tes (Deutsch­land Online) geführt und unter­liegt der unmit­tel­ba­ren Ver­wal­tungs­mo­der­ni­sie­rung.

Sons­ti­ge waf­fen­recht­li­che Vor­schrif­ten wer­den nicht geän­dert. Es wer­den kei­ne neue Daten erfasst, aber sehr wohl die der­zeit bei den fast 600 Waf­fen­be­hör­den vor­han­de­nen, sehr hete­ro­ge­nen Daten stan­dar­di­siert, berei­nigt und die rele­van­ten Eck­da­ten in einem zen­tra­len Regis­ter zusam­men­ge­fasst. Die Poli­zei­be­hör­den des Bun­des und er Län­der erhal­ten erst­mals umfas­sen­de Aus­wer­tungs­mög­lich­kei­ten.

Das Waf­fen­re­gis­ter dient der Spei­che­rung und Über­mitt­lung von Daten, die erfor­der­lich sind, um erlaub­nis­pflich­ti­ge Schuss­waf­fen sowie waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis­se, Aus­nah­men, Anord­nun­gen, Sicher­stel­lun­gen oder Ver­bo­te Per­so­nen zuord­nen zu kön­nen. Regis­ter­be­hör­de ist das Bun­des­ver­wal­tungs­amt. Die prak­ti­sche Errich­tung des Natio­na­len Waf­fen­re­gis­ters ist eine Gemein­schafts­auf­ga­be von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen.

Der zwei­te Akt zur Ein­füh­rung des Natio­na­len Waf­fen­re­gis­ters folgt heu­te: Im Rah­men der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz in Wies­ba­den wer­den die Innen­mi­nis­ter von Bund und Bun­des­län­dern eine ent­spre­chen­de Ver­wal­tungs­ver­ein­ba­rung für die Errich­tung einer „Fach­li­chen Leit­stel­le NWR” für alle Nut­zer des Natio­na­len Waf­fen­re­gis­ters zeich­nen.