Sicherstellung von 126 Waffen

Die Beschlag­nah­me vo Waf­fen ist dann gerecht­fer­tigt, wenn ange­nom­men wird, dass der Betrof­fe­ne die Waf­fen miss­bräuch­lich ver­wen­den könn­te.

Sicherstellung von 126 Waffen

Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Eil­an­trag eines Waf­fen­be­sit­zers zurück­ge­wie­sen. Im Rah­men eines Poli­zei­ein­sat­zes waren im Juli bei dem Waf­fen­samm­ler 126 Waf­fen sicher­ge­stellt wor­den. Nach der Beschlag­nah­me der Waf­fen hat­te die zustän­di­ge Behör­de auf der Grund­la­ge des Waf­fen­ge­set­zes die Sicher­stel­lung von Waf­fen und Muni­ti­on mit Ver­fü­gung vom 23. Juli 2015 ange­ord­net. Dage­gen hat sich der Betrof­fe­ne mit sei­nem Eil­an­trag gewehrt.

Dem hat das Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des aber nicht ent­spro­chen. Nach des­sen Auf­fas­sung ist die Anord­nung vor­aus­sicht­lich zu Recht ergan­gen, da nach den bis­he­ri­gen Umstän­den die Annah­me gerecht­fer­tigt ist, dass der Betrof­fe­ne die Waf­fen miss­bräuch­lich ver­wen­den könn­te. Eine abschlie­ßen­de Klä­rung bleibt einem even­tu­el­len Kla­ge­ver­fah­ren vor­be­hal­ten.

Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des, Beschluss vom 10. August 2015 — 1 L 94715