Unerlaubter Waffenbesitz — Dauerdelikt und Strafklageverbrauch

Wie der Bun­des­ge­richts­hof bereits zu Ver­stö­ßen gegen das Waf­fen­ge­setz durch den uner­laub­ten Besitz und das uner­laub­te Füh­ren einer Waf­fe ent­schie­den hat, steht die rechts­kräf­ti­ge Abur­tei­lung der Dau­er­straf­tat des Besit­zes der Waf­fe einer Straf­ver­fol­gung wegen eines mit die­ser Waf­fe began­ge­nen Ver­bre­chens nicht ent­ge­gen1.

Unerlaubter Waffenbesitz — Dauerdelikt und Strafklageverbrauch

Für das Dau­er­de­likt des (uner­laub­ten) Umgangs mit explo­si­ons­ge­fähr­li­chen Stof­fen gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 3 SprengG gilt nichts ande­res.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Febru­ar 2015 — 1 StR 48814

  1. BGH, Urteil vom 16.03.1989 — 4 StR 6089, BGHSt 36, 151, 153 f.; sie­he auch Urteil vom 01.10.1997 — 2 StR 52096, BGHSt 43, 252, 256 sowie Urteil vom 11.06.1980 — 3 StR 980, BGHSt 29, 288, 289 ff. bzgl. Orga­ni­sa­ti­ons­de­lik­ten []