Unerlaubter Waffenbesitz — und die zwischenzeitlich begangene Straftat

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs erfährt das Dau­er­de­likt des uner­laub­ten Besit­zes einer Waf­fe mate­ri­ell­recht­lich eine Zäsur, wenn der Waf­fen­be­sit­zer spä­ter einen neu­en Ent­schluss zur Bege­hung eines Ver­bre­chens mit die­ser Waf­fe fasst.

Unerlaubter Waffenbesitz — und die zwischenzeitlich begangene Straftat

Das Dau­er­de­likt vor und nach die­ser Tat ist jeweils selb­stän­dig zu beur­tei­len. Das Ver­bre­chen selbst steht in Tat­ein­heit mit dem Dau­er­de­likt des Ver­ge­hens nach dem Waf­fen­ge­setz1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Okto­ber 2015 — 4 StR 34315

  1. BGH, Urteil vom 16.03.1989 – 4 StR 6089, BGHSt 36, 151, 154; Urteil vom 15.04.1998 – 2 StR 67097, NStZ-RR 1999, 8; vgl. auch LK-StG­B/­Ris­sing­van Saan, 12. Aufl., § 52 Rn. 33 []