Waffenaufbewahrung — und die Zugangsmöglichkeit der Familienangehörigen

Sorg­fäl­tig und sicher wer­den die dem Waf­fen­recht unter­lie­gen­den Gegen­stän­de — d.h. aus­ser Waf­fen auch vom Waf­fen­recht umfass­te Muni­ti­on — nach § 13 AWaffV jeden­falls nur dann auf­be­wahrt, wenn sie vor dem unbe­rech­tig­ten Zugriff geschützt sind. Dem wider­spricht die Auf­be­wah­rung in einem Raum, der ohne wei­te­res von Fami­li­en­mit­glie­dern oder Haus­per­so­nal betre­ten wer­den kann.

Waffenaufbewahrung — und die Zugangsmöglichkeit der Familienangehörigen

Räu­me eines Hau­ses sind bereits dem Wort­sinn nach kein Behält­nis i.S.v. § 36 Abs. 5 WaffG i.V.m. § 13 Abs. 3 AWaffV. Nach § 13 Abs. 3 AWaffV darf näm­lich Muni­ti­on, deren Erwerb nicht von der Erlaub­nis­pflicht frei­ge­stellt ist, nur in einem Stahl­blech­be­hält­nis ohne Klas­si­fi­zie­rung mit Schwenk­rie­gel­schloss oder einer gleich­wer­ti­gen Ver­schluss­vor­rich­tung oder in einem gleich­wer­ti­gen Behält­nis auf­be­wahrt wer­den.

Die dar­über hin­aus­ge­hen­de Fra­ge, ob mit Geneh­mi­gung Muni­ti­on „auch in einem gleich­wer­ti­gen Raum auf­be­wahrt wer­den darf”, stellt sich nicht, solan­ge die­se Form der Auf­be­wah­rung von der Behör­de nicht geneh­migt wor­den ist.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 3. März 2014 — 6 B 36.2013 -