Novelle des Waffenrechts

Der Weg zur Neu­re­ge­lung des Waf­fen­rechts ist frei. Mit gro­ßer Mehr­heit stimm­te der Bun­des­tags-Innen­aus­schus­ses ges­tern dem durch einen Ände­rungs­an­trag der Koali­ti­ons­frak­tio­nen modi­fi­zier­ten Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur Novel­lie­rung des Waf­fen­ge­set­zes1 zu, der am kom­men­den Frei­tag vom Bun­des­tag in drit­ter Lesung abschlie­ßend behan­delt wird.

Novelle des Waffenrechts

Der Ent­wurf sieht vor, das Mit­füh­ren von so genann­ten Anscheins­waf­fen in der Öffent­lich­keit zu ver­bie­ten. Als Anscheins­waf­fen sol­len sämt­li­che Waf­fen gel­ten, die in ihrem äuße­ren Erschei­nungs­bild mit ech­ten Waf­fen zu ver­wech­seln sind. Außer­dem ist ein Mit­führ­ver­bot von Ein­hand­mes­sern und Mes­sern mit fest­ste­hen­der Klin­ge ab einer Län­ge von 12 Zen­ti­me­tern vor­ge­se­hen. Der Ver­stoß gegen die­se Vor­schrif­ten soll als Ord­nungs­wid­rig­keit gel­ten und mit einem Buß­geld geahn­det wer­den.

Dar­über hin­aus wur­de der Gesetz­ent­wurf durch ein Ver­bot gefähr­li­cher Mes­ser erwei­tert. Ein­hand­mes­ser, so die Begrün­dung, hät­ten seit dem Ver­bot der But­ter­fly-Mes­ser die­se als Sta­tus­sym­bo­le bei gewalt­be­rei­ten Jugend­li­chen abge­löst. Nun habe die Poli­zei eine Hand­ha­be, um Jugend­li­chen die­se Mes­ser zu ent­zie­hen. Es fragt sich nur, ob nicht erst durch ein sol­ches Ver­bot der­ar­ti­ge Mes­ser zu Sta­tus­sym­bo­len bei Jugend­li­chen wer­den.

  1. BT-Drs. 167717 []