Unerlaubter Besitz mehrerer Schußwaffen

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs hat das gleich­zei­ti­ge Aus­üben der tat­säch­li­chen Gewalt über meh­re­re Waf­fen, auch wenn die­se nicht unter die­sel­ben Straf­be­stim­mun­gen fal­len, zur Fol­ge, dass die ver­schie­den­ar­ti­gen Ver­stö­ße gegen das Waf­fen­ge­setz tat­ein­heit­lich zusam­men­tref­fen1.

Unerlaubter Besitz mehrerer Schußwaffen

Dies gilt selbst dann, wenn die Waf­fen an unter­schied­li­chen Orten auf­be­wahrt wer­den2.

Das Glei­che muss für den straf­ba­ren Umgang mit Muni­ti­on gel­ten.

Die Ver­stö­ße gegen § 52 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b WaffG sowie der hin­zu­tre­ten­de Ver­stoß gegen § 52 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b WaffG bil­den daher ein ein­heit­li­ches Waf­fen­de­likt3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 2. Dezem­ber 2014 — 4 StR 47314

  1. BGH, Beschlüs­se vom 16.12 1998 – 2 StR 53698, StV 1999, 645; vom 14.01.2003 – 1 StR 45702, NStZ-RR 2003, 124; vom 13.01.2009 – 3 StR 54308; vom 30.11.2010 – 1 StR 57410, Stra­Fo 2011, 61; und vom 15.01.2013 – 4 StR 25812, NStZ-RR 2013, 321, 322 []
  2. BGH, Beschlüs­se vom 28.03.1990 – 2 StR 2290, BGHR WaffG § 53 Abs. 3a Kon­kur­ren­zen 2; und vom 10.03.1993 – 2 StR 493, BGHR WaffG § 53 Abs. 3a Füh­ren 2; Steindorf/Heinrich/Papsthart, Waf­fen­recht, 9. Aufl., § 52 WaffG Rn. 70c []
  3. vgl. noch BGH, Beschluss vom 12.12 1997 – 3 StR 38397, NStZ 1998, 251 []